Durchbruch

April 27, 2008


Der nächtliche Kältegrad läßt sich am morgendlichen Fensterbeschlag ablesen.

Heute Morgen roch es nach Winter. Obwohl es nicht besonders kalt war und sich ein sonniger Tag ankündigte, war es feucht und roch nach kalter Asche. Fast ein Berliner Wintergeruch. Eine neue Jahreszeit beginnt. In jeder Hinsicht.

Es ist merkwürdig und wunderbar, wie ein Durchbruch nach dem anderen in jedem Bereich unseres Lebens geschieht. Alles, was festhakte und nicht weiterging löste sich mit einem Mal. Es war, als hätten wir in den letzten Monaten vor einer Wand gestanden, die auf einmal zusammenfiel und den Weg freigab.

Es begann mit dem neuen Zimmer, das den Lärmtransit beendete. Plötzlich war Frieden und Ruhe. Dann das Auto, für das wir solange gebetet hatten. Und das größte Wunder von allen: Sven ist von seinem schrecklichen Ausschlag geheilt und ein neuer Mensch.
Selbst Kleinigkeiten fügten sich: Der Gartendienst stand neulich einfach vor der Tür und ein netter Mann bot sich an, unsere verwahlosten Beete in Ordnung zu bringen. Der Abwassertank, der seit Monaten vor sich hinstank wurde geleert. Selbst das Haus scheint sich wie von selbst in Ordnung zu halten. Alles, was vorher unerreichbar und mühsam erschien, ist jetzt leicht und mühelos.
Es ist als hätte der Himmel seine Tore geöffnet.