Bierbichler

April 26, 2008

Diese Ankünigung bekam ich heute. Großartiger Film! unbedingt ansehen!

Dokumentarfilm von Regina Schilling
90`Minuten

Samstag, den 26.04.2008 um 20:15 Uhr im Bayerischen Rundfunk
Anschließend: Hierankl, Winterschläfer, Servus Bayern

Seit seiner Geburt 1948 lebt Joseph Bierbichler in Ambach am Starnberger See, in seinem Geburtshaus, dem Gasthof “Zum Fischmeister“. Der Film begleitet Bierbichler über den Zeitraum von zwei Jahren, in denen Veränderungen für ihn anstehen. Bierbichler möchte nicht mehr nur der Schauspieler sein, der auf der Bühne steht und den Text eines Autors aufsagt, inszeniert vom Regisseur. Er sucht nach neuen künstlerischen Wegen, will die hierarchischen Strukturen des Theaterbetriebs aufbrechen.
Im Juni 2006 hatte “Holzschlachten. Ein Stück Arbeit” Premiere an der Berliner Schaubühne. Alles an diesem Projekt basiert auf Bierbichlers Ideen. Er ist Schauspieler, Regisseur und Dramaturg in einer Person.Der Film begleitet ihn bei den Vorbereitungen in Ambach, wo er eigenhändig Bäume fällt und nach Berlin transportiert, bis zur Premiere an der Schaubühne.
In Interviews mit Regina Schilling gibt er offen Auskunft über seine Hassliebe zum Theater, über den Ursprung und die Sehnsucht nach der Kunst, darüber wie er mit dem Schauspielerdasein hadert und auf der Suche nach neuen Wegen ist.

In Köln noch einmal im Kino zu sehen:
Am Sonntag, 27. April um 16 Uhr in der Filmpalette

Annapolis

April 4, 2008

Die dicke Frau im Videoladen sagt, ich soll aufpassen da draußen, wegen dem Mörder. Es ist acht Uhr abends und schon stockdunkel. Der Videostore ist ein Zimmer in ihrem Haus. Alle Türen stehen offen. Aber sie ist drinnen, da kann ihr nichts passieren, denkt sie vielleicht.

Es waren vier Männer, drei davon haben sie geschnappt, einer läuft noch frei rum, sagt sie. Es waren wohl ehemalige Angestellte, die Geld wollten.

Der Mann, der vor ein paar Monaten noch die Teller abgeräumt hat, ist jetzt ein Mörder. Vom Tellerabräumer zum Mörder.
War er schon damals ein potentieller Mörder, oder ist er plötzlich zum Mörder geworden, der möglicherweise nachts herumschleicht und Menschen umbringt? Sind damit alle Arbeiter potentielle Mörder?

Die dicke Frau weiß darauf keine Antwort, dafür behauptet sie, daß meine Hunde immer ihre Mülltüten aufreißen und den Müll herumstreuen. Die Rücken unserer Grundstücke liegen aneinander. Ich verdächtige ihren Hund unsere Hündin geschwängert zu haben.

Sie empfiehlt mir Annapolis und weil ich sonst nicht finde, was ich mir ansehen könnte, nehm ich den Film mit für 10 Rand.

Sven behauptet der Film sei ein remake eines anderen Films mit Richard Gere als Marinekadett, und ich denke die ganze Zeit, die Hauptdarsteller sehen fast aus wie Demi Moore und Ashton Kutcher und überlege, ob das der Film gewesen sein könnte, bei dem sie sich kennengelernt haben, obwohl ich genau weiß, daß sie es nicht sind, aber das macht es interessanter.

Was ich dabei gelernt habe: Ein Mann kommt nur weiter, wenn er zugeben kann, daß er einen Fehler gemacht hat und daraufhin seinen Kurs korrigiert, und wenn er um Hilfe bitten kann, wenn er sie braucht.
Für einen mittelmäßigen Militärakademiefilm gar nicht mal so schlecht.

The big woman from the video store tells me to be careful at night because of the murderer. The video store is a room in her house. It is only eight o’clock at night but it is already pitch black outside. All the doors of her house are wide open. Maybe she thinks nothing can happen to her because she is inside.

She says, It were four men, but they caught only three. One of them is still running around free. They were supposedly employees who wanted money.

The man who cleared the tables only a few days ago is now a murderer.
Has he always been a murderer or did he suddenly turn into one, who possibly sneaks around at night trying to kill people? Are therefore all workers potential killers?

The big woman can’t answer my question, but she tells me that my dogs are coming to her house, ransacking the garbage, leaving a mess. Her property borders the back of our garden. I suspect her dog having impregnated my bitch.

She recommends “Annapolis” and because I can’t find anything else I want to watch I take it home for 10 Rand.

Sven says the movie is a remake of another movie where Richard Gere plays a Navy guy and I think the whole time the main actors do look very much like Demi Moore and Ashton Kutcher and whether this could be the movie where they first met, although I already know it is not them, but that makes it more interesting.

What I learned: A man does not get very far if he can’t admit having made a mistake and correct his course and if he is not able to ask for help when he needs it.
Not bad for an average military-academy-movie.